SG NARVA Berlin e.V.

The day after…

2. Männer – TSV Zehlendorf 88 19:18 (7:8)

Eigentlich ist es ein glücklicher Umstand, nach der Weihnachtsfeier erst um 18 Uhr antreten zu dürfen. Besonders die Damen hatten mit Anwurfzeiten um 10 oder 12 an diesem Sonntag da weitaus weniger “Glück”. Es schien auch, dass alle Akteure die vergangene Nacht gut verdaut hatten. Wichtig, denn ein erneut richtungsweisendes Spiel stand gegen die gut in die Saison gestarteten Zehlendorfer an. Die bisherigen Ergebnisse des Aufsteigers konnten sich sehen lassen und waren stets knapper Natur.

Beide Seiten starteten mit einem restlos ausgefüllten Protokoll in die Partie, als es dem 17-jährigen Quy Nguyen vorbehalten war, Tom Plaul (letzte Woche noch 17) vom Thron des jüngsten Torschützen in der Geschichte von NARVA II seit 1990 zu stoßen. Im weiteren Verlauf der Anfangsphase machte der Gast überhart klar, dass er unserer jungen Mannschaft sehr robust begegnen wollte. Teils üble Fouls gegen den agilen Adrian Sekiraca hatten in der zwölften Minute gleich drei Zeitstrafen zur Folge. Diese Phase nutzten wir, um das zwischenzeitliche 2:3 in ein 6:3 zu drehen. Allerdings neutralisierten sich hernach die Abwehrreihen. Während unsere Offensive gegen die herausstürzende Spitze des Gegners panisch agierte und reihenweise technische Fehler fabrizierte, strahlte Zehlendorf aus dem Rückraum nur limitiert Gefahr aus. Ein paar Treffer von den Außenpositionen oder über den Kreis reichten jedoch gegen unseren harmlosen bzw. inkonsequenten Angriff, der es in den verbliebenen 16 Minuten nur auf einen weiteren Zähler brachte, um mit einer Führung (7:8) in die Kabine zu gehen.

Es war wie die Fortsetzung der zweiten Hälfte gegen Rudow II (8:9), als offensiv wenig gelingen wollte oder einfach das Durchsetzungsvermögen fehlte. Zudem wurde in der Kabine thematisiert, die harte Auslegung der Schrittregel nicht auszureizen und früher den Nebenspieler zu bedienen.

Den Start in Periode zwei verschliefen wir völlig. Der Gast “mogelte” sich immer wieder durch unsere Deckung und machte Tore, als die Situationen nicht bis zum Ende verteidigt wurden. Beim Stand von 8:12 (37. Minute) blickte man ob der Vielzahl an offensiven Fehlern in immer mehr resignierende Gesichter. Dennoch wurde der gute defensive Kampf fortgesetzt, obwohl diese Flut von Unpässlichkeiten in der Umkehrbewegung eigentlich jeder Mannschaft das Genick hätte brechen müssen. Zehlendorf war allerdings nicht dazu in der Lage, das Momentum zu nutzen, befand sich nach dem Ausgleich (13:13/45.) eigentlich auf der Verliererstraße. Für weitere, quälend lange Minuten, in der wir Überzahlsituationen nicht nutzen konnten, hielt dieser Spielstand, bevor das 13:14 fiel. Jetzt setzten wir endlich unsere Außen Wittstock und Ansohn in Szene, deren Würfe nun besser zum Keeper des Kontrahenten passten (16:15/53.). Immer wieder die Entscheidung selbst in der Hand habend überließen wir unserem Kontrahenten erneut die Führung (16:17), bevor der zuvor doppelt glücklose Bogisch zwei Minuten vor Schluss vom Punkt die erneute Führung erzielte (19:18/59.). Ein ganz langer Angriff der Gäste, die sich bereits in Unterzahl befanden, wurde von der rechten Außenposition vereitelt. Ein wenig später erfolgreicher Block mit Ballberührung des gegnerischen Kreisläufers bescherte uns den Ball 17 Sekunden vor Ultimo. Diesen bugsierten wir zwar nicht mehr in die Maschen, durften uns jedoch als glücklicher Sieger fühlen.

Fazit: Dreckige Siege können wir! Und das war sowas von schmutzig…

Tor: Fehling (1.-60.), Kluge (n.e.)

Feld: Ansohn (3), Wittstock (3), Matern (3), Bogisch, D. (3/2), Sparr (3/2), Nguyen (1), Sekiraca (1), Hagen (1). Funda (1/1), Koch, Rucht, Christiansen, Meinert

7m: NARVA 10/5, Z88 4/2
Zeitstrafen: NARVA 0 – Z88 8

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